Nachdem ich am letzten Wochenende (hauptsächlich wegen der genialen Geburtstagsfeier von Timo) mal wieder in Bremen war, gibt es auch ein paar Neuigkeiten zum Kran.
Ich hab mit Heikos Vater wieder mal über den Antrieb der unteren Y-Achse des Krans gesprochen. Bisher hatte ich es vor den Kran mit einer Gewindespindel (im Sinne eines Hydraulik-Zylinders) auf und ab zu bewegen.

Leider hat sich aber kürzlich dabei ein Problem, das ich vorher nicht beachtet hatte, ergeben. Die Steigung des Gewindes der Spindel beträgt nur 1,5mm pro Umdrehung. Dies setzt einen sehr schnell drehenden Motor (2500-3000 U/Min) voraus um den Kran in einem brauchbaren Tempo bewegen zu können. Irgendwie hatte ich diese Problem verdrängt und wollte lieber gleich losbasteln – das ist jetzt die Quittung. Forschung kostet Geld, bringt aber Spaß
Tja, nun hat sich Marc soviel Mühe mit dem Schweißen eines speziellen Teils gegeben, ich bin mir aber sicher, dass ich den Antrieb noch anderweitig einsetzen werden. Das System ist einfach genial!

Nochmal Danke Marc,ich helfe gerne beim Küchenausbau!
Da der direkte Zahnriemen-Antrieb also zu elastisch ist und die Alternativ einen zu starken, schnelldrehenden Motor (mit Akkubetrieb) erfordert, musste ich mir also was Neues einfallen lassen. Die Lösung ist keine Innovation und ich hatte auch zuvor schon mal dran gedacht: Kettenantrieb.
Ich hatte dabei immer an ein normale Fahrradkette gedacht, dabei würde es aber wieder zig Probleme geben: Die Ritzel passen nicht zur Motorwelle, wenig Auswahl bei den Untersetzungen etc…. Tja, wie sooft in letzter Zeit, kam der richtige Impuls von Heikos Vater: Ich kannte die Ketten von Conrad (ca. 1/2 so groß wie Fahrradketten) zwar, dachte aber immer sie seien zu empfindlich. Irren ist menschlich, die Dinger tragen bis zu 300 KG und sind äußerst robust gebaut. Da ich unbedingt fertig werden will, war ich heute dann mal einkaufen:

Das kleine Kettenrad (10 Zähne) passt perfekt auf die Motorwelle und das große (45 Zähne) ebenso gut auf die Achse vom Kran. Als Untersetzung entsteht somit 1:4,5. Bei einer durchschnittlichen Motor-Belastbarkeit von 6KG kann ich also ca. 27KG mit dem Antrieb bewegen. Das ist weitaus mehr als notwendig.
Da das Ritzel keine seitliche Bohrung/Gewinde hat und ich nicht wieder Marc anhauen wollte, habe ich mir außerdem noch einen Gewindeschneidesatz (40-teilig) zugelegt. Somit habe ich auch in Zukunft keine Probleme mit ausgefransten oder fehlenden Gewinden.

Der Preis war schon mal gut, jetzt muss nur nur die Qualität min. ausreichend sein.
So, in ein paar Tagen gibt es dann hoffentlich erste Erfolgsmeldungen – mal sehen wie sich die Theorie so umsetzen lässt.
Viele Grüße, Lukas